Wer nicht gesehen wird, lebt gefährlich: Polizei gibt Tipps für den Winterverkehr

(Kanton JU). Die Kantonspolizei Jura erinnert anlässlich des Tags des Lichts an die wichtigsten Verhaltensregeln für eine sichere Teilnahme am Strassenverkehr.

Mit den kürzer werdenden Tagen und dem Beginn der Wintersaison nimmt die Sichtbarkeit auf den Strassen ab. Dunkelheit, Regen, Nebel oder Schnee erschweren es manchmal, andere Verkehrsteilnehmende zu erkennen. Unter diesen Bedingungen kann es entscheidend sein, rechtzeitig gesehen zu werden.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Anlass: Nationaler Tag des Lichts am Donnerstag, 5. November 2026.
  • Organisation: BFU und Schweizer Polizeikorps.
  • Jubiläum: Der Tag des Lichts findet 2026 zum 20. Mal statt.
  • Thema: Bessere Sichtbarkeit im Strassenverkehr.
  • Gefahren: Dunkelheit, Regen, Nebel und Schneefall.
  • Fussgänger: Helle Kleidung und rundum sichtbare Reflektoren tragen.
  • Fussgängerstreifen: Besonders aufmerksam sein und die Fahrbahn vorsichtig überqueren.
  • Velos: Funktionierende Beleuchtung vorne und hinten sicherstellen.
  • Trottinetts: Auf gute Sichtbarkeit und angemessene Geschwindigkeit achten.
  • Autofahrende: Geschwindigkeit den Sicht- und Strassenverhältnissen anpassen.
  • Fahrzeugkontrolle: Scheinwerfer, Scheiben und Rückspiegel sauber halten.
  • Besondere Vorsicht: Bei Fussgängerstreifen, Haltestellen und in Bereichen mit Kindern.

Seit zwei Jahrzehnten erinnern die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) und die Polizei deshalb anlässlich des Tags des Lichts am 5. November daran, dass eine gute Sichtbarkeit Leben retten kann. Bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter kann beispielsweise ein Fussgänger selbst in städtischen Gebieten schwer zu erkennen sein.

Um die Sichtbarkeit zu verbessern, wird empfohlen, helle oder leuchtend farbige Kleidung zu bevorzugen, reflektierende Accessoires zu tragen, die idealerweise von allen Seiten sichtbar sind, und beim Überqueren der Fahrbahn besonders vorsichtig zu sein.

Mit Velo oder Trottinett: Seien Sie tagsüber und nachts gut sichtbar

Velofahrende und Personen auf Trottinetts sind besonders gefährdet, wenn das Tageslicht abnimmt. Für eine sichere Fahrt sind einige Vorsichtsmassnahmen erforderlich:

  • Überprüfen Sie, ob die Vorder- und Rücklichter einwandfrei funktionieren, und verwenden Sie die vorgeschriebene Beleuchtung.
  • Tragen Sie helle Kleidung und ergänzen Sie Ihre Ausrüstung mit reflektierenden Elementen.
  • Passen Sie Ihre Geschwindigkeit an und erkennen Sie Gefahren frühzeitig, insbesondere an Kreuzungen und in schlecht beleuchteten Bereichen.

Am Steuer: Vorausschauend fahren und aufmerksam bleiben

Wenn sich die Sicht verschlechtert, müssen Autofahrerinnen und Autofahrer besonders wachsam sein. Die Kantonspolizei Jura empfiehlt, die Geschwindigkeit an die Lichtverhältnisse, die Witterung und den Zustand der Fahrbahn anzupassen. Ausserdem ist darauf zu achten, dass die Scheinwerfer, Scheiben und Rückspiegel einwandfrei funktionieren und sauber sind.

Besondere Aufmerksamkeit ist im Bereich von Fussgängerstreifen, Haltestellen des öffentlichen Verkehrs und Orten geboten, an denen sich Kinder aufhalten. Im Strassenverkehr können wenige Sekunden ausreichen, um einen Unfall zu verhindern. Wer gut sichtbar ist, ermöglicht es anderen Verkehrsteilnehmenden, ihn früher zu erkennen, und verschafft ihnen dadurch mehr Zeit zum Reagieren.

 

Quelle: Kantonspolizei Jura (aus dem Französischen übersetzt)
Bildquelle: Symbolbild © AscentXmedia/iStock.com


Polizei.news informiert | Tag des Lichts 2026

Gut sichtbar durch Herbst und Winter: Acht Tipps, die im Strassenverkehr den Unterschied machen

Am 5. November 2026 findet in der Schweiz zum 20. Mal der nationale Tag des Lichts statt. Seit zwei Jahrzehnten sensibilisieren die BFU und die Polizei die Bevölkerung dafür, wie wichtig gute Sichtbarkeit im Strassenverkehr ist. Das Jubiläum steht unter der Botschaft „Nur wer leuchtet, wird von Weitem gesehen“. Besonders in der dunklen Jahreszeit können kleine Veränderungen bei Kleidung, Beleuchtung und Verhalten einen grossen Sicherheitsgewinn bringen. Die folgenden Tipps helfen, sich selbst und andere im Alltag besser zu schützen.

1. Reflektoren machen einen erstaunlich grossen Unterschied

Bei Dunkelheit werden Personen mit dunkler Kleidung oft erst spät erkannt. Helle Kleidung kann die Sichtbarkeit deutlich verbessern. Noch wirksamer sind reflektierende Materialien, die einfallendes Scheinwerferlicht zurückwerfen. Mit geeigneten Reflektoren können Fussgängerinnen und Fussgänger schon aus wesentlich grösserer Entfernung wahrgenommen werden. Besonders wirksam sind reflektierende Bänder an Armen und Beinen. Durch die Bewegung werden solche Elemente zusätzlich auffällig. Wichtig ist, dass die Reflektoren möglichst aus allen Richtungen sichtbar sind und nicht durch Taschen oder Jacken verdeckt werden.

2. Warum Reflektoren an bewegten Körperteilen besonders hilfreich sind

Nicht nur die Helligkeit eines Gegenstands beeinflusst, wie rasch er erkannt wird. Auch seine Bewegung spielt eine wichtige Rolle. Reflektierende Elemente an Hand- und Fussgelenken oder an den Knöcheln helfen anderen Verkehrsteilnehmenden, die typische Bewegung eines Menschen wahrzunehmen. Dadurch lässt sich eine Person in der Dunkelheit häufig früher als Fussgänger oder Velofahrerin erkennen. Besonders für Kinder, die morgens zur Schule gehen oder am Abend vom Sport zurückkehren, sind solche einfachen Sichtbarkeitshilfen sinnvoll. Sie lassen sich unkompliziert an Jacken, Schuhen oder Schulsäcken befestigen.

3. Velolichter: Vorne weiss und hinten rot

Für Velos ist in der Schweiz bei Dämmerung, Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen eine funktionierende Beleuchtung vorgeschrieben. Vorne muss ein weisses, hinten ein rotes, nicht blinkendes Licht angebracht sein. Die Lichter müssen bei guter Witterung nachts aus mindestens 100 Metern Entfernung erkennbar sein und dürfen andere Verkehrsteilnehmende nicht blenden. Zusätzlich sind die vorgeschriebenen Rückstrahler wichtig. Bei E-Bikes gilt darüber hinaus eine Lichtpflicht auch tagsüber. Wer regelmässig mit dem Velo unterwegs ist, sollte die Beleuchtung vor jeder Fahrt kurz kontrollieren und bei abnehmbaren Lampen auf einen ausreichend geladenen Akku achten.

4. Trottinett und E-Trottinett: Sichtbarkeit nicht unterschätzen

Trottinetts haben im Vergleich zu Autos eine schmale Silhouette und können im Strassenverkehr leicht übersehen werden. Bei Dunkelheit und schlechter Sicht ist deshalb eine gut funktionierende Beleuchtung besonders wichtig. Die konkreten gesetzlichen Anforderungen hängen davon ab, ob es sich um ein gewöhnliches Trottinett oder ein zugelassenes Elektro-Trottinett handelt. Bei Elektro-Trottinetts gehören die vorgeschriebenen Lichter und Rückstrahler zur sicheren Fahrzeugausrüstung. Zusätzlich verbessern helle Kleidung und reflektierende Elemente die Erkennbarkeit. Wer unterwegs ist, sollte insbesondere bei Kreuzungen, Einmündungen und schlecht beleuchteten Strassenabschnitten vorausschauend fahren und die Geschwindigkeit anpassen.

5. Fussgängerstreifen: Gesehen werden ist nicht dasselbe wie Vortritt erhalten

Auch an beleuchteten Fussgängerstreifen können Fussgängerinnen und Fussgänger übersehen werden. Besonders schwierig sind Situationen mit Regen, spiegelnden Fahrbahnen oder entgegenkommenden Fahrzeugen mit hellen Scheinwerfern. Vor dem Betreten der Fahrbahn ist deshalb ein Blick nach links und rechts entscheidend. Wer ein herannahendes Fahrzeug sieht, sollte darauf achten, ob es tatsächlich abbremst. Plötzliches Betreten des Fussgängerstreifens kann gefährlich sein. Autofahrende müssen ihrerseits besonders aufmerksam sein und Fussgängern, die erkennbar die Strasse überqueren möchten, den gesetzlich vorgeschriebenen Vortritt gewähren.

6. Autofahrer: Bei Nebel und Regen reicht das Tagfahrlicht nicht immer

Moderne Autos verfügen häufig über automatische Lichtsysteme. Diese reagieren jedoch nicht in jeder Situation rechtzeitig auf schlechte Sichtverhältnisse. Bei Dämmerung, Dunkelheit, in Tunnels sowie bei eingeschränkter Sicht durch Nebel, Regen oder Schnee ist deshalb das Abblendlicht einzuschalten. Das ist auch deshalb wichtig, weil bei vielen Fahrzeugen mit reinem Tagfahrlicht die Heckleuchten nicht eingeschaltet sind. Wer bei schlechter Sicht mit unbeleuchtetem Heck fährt, kann von nachfolgenden Fahrzeugen deutlich später erkannt werden. Kontrollieren Sie zudem regelmässig, ob sämtliche Scheinwerfer und Rücklichter funktionieren und sauber sind.

7. Kinder auf dem Schulweg besonders gut sichtbar machen

Im Herbst und Winter sind viele Kinder morgens oder am späten Nachmittag bei schlechten Lichtverhältnissen unterwegs. Eine helle Jacke, reflektierende Streifen am Schulsack und zusätzliche Reflexbänder können helfen, sie früher zu erkennen. Sicherheitswesten oder Leuchtkragen bieten eine besonders auffällige Möglichkeit, die Sichtbarkeit zu verbessern. Eltern sollten gemeinsam mit ihren Kindern den Schulweg besprechen und auf gefährliche Übergänge aufmerksam machen. Kinder müssen lernen, vor dem Überqueren der Strasse anzuhalten, aufmerksam zu schauen und die Fahrbahn erst zu betreten, wenn dies sicher möglich ist. Gute Sichtbarkeit ersetzt diese Regeln nicht, sondern ergänzt sie.

8. Auch Hunde und ihre Halter sollten im Dunkeln gut sichtbar sein

Bei einem Spaziergang in der Dämmerung wird häufig vergessen, dass nicht nur der Mensch, sondern auch sein Hund von anderen Verkehrsteilnehmenden rechtzeitig wahrgenommen werden sollte. Reflektierende Halsbänder, Geschirre oder Leinen können die Sichtbarkeit verbessern. Ergänzend können geeignete Leuchtelemente eingesetzt werden. Entscheidend ist, dass diese den Hund nicht beeinträchtigen und sicher befestigt sind. Gerade entlang unbeleuchteter Strassen sollten Hunde gut kontrolliert geführt werden. Eine Kombination aus reflektierender Kleidung für die haltende Person und gut sichtbarer Ausrüstung für den Hund ist besonders hilfreich.

Gut zu wissen: Der nationale Tag des Lichts wird 2026 bereits zum 20. Mal durchgeführt. Zum Jubiläum machen die BFU und die Schweizer Polizeikorps mit einer gemeinsamen Kampagne auf die Bedeutung von Licht und reflektierenden Materialien aufmerksam. Besonders wichtig ist die Erkenntnis, dass eine Person nicht automatisch gut sichtbar ist, nur weil sie selbst ein herannahendes Fahrzeug erkennen kann. Sehen und gesehen werden sind zwei unterschiedliche Dinge. Gerade im Herbst und Winter lohnt es sich deshalb, die eigene Sichtbarkeit bewusst zu überprüfen.

Praktischer Tipp: Machen Sie noch heute einen kurzen Sichtbarkeitscheck für Ihre Familie. Kontrollieren Sie, ob alle Velolichter funktionieren, ob Akkus geladen sind und ob Schulsäcke, Jacken und Schuhe über ausreichend reflektierende Elemente verfügen. Besonders einfach ist der Einsatz von Reflexbändern an Hand- und Fussgelenken. Wer häufig bei Dunkelheit unterwegs ist, kann zusätzlich eine gut sichtbare Warnweste verwenden. So lässt sich mit wenig Aufwand ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit leisten.

Weitere Informationen: Tipps zur Sicherheit im Herbst- und Winterverkehr sowie weitere Präventionsmeldungen finden Sie bei Polizeinews Prävention und auf Verkehrsmeldungen Schweiz.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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