Glarus Süd GL: Nach Hangrutsch – neue Verbindung ins Niderental geplant
Der Regierungsrat sichert der Gemeinde Glarus Süd den Kantonsbeitrag für die präventive Verlegung der Niderentalstrasse zu.
Dieser wird unter Einbezug des Bundesbeitrages auf 80 Prozent der beitragsberechtigten Kosten festgelegt.
Nach den Rutschungen in der Wagenrunse in Schwanden ist die ursprüngliche Gemeindestrasse von Schwanden ins Niderental zerstört und nicht mehr sicher nutzbar. Seither besteht eine provisorische, stark eingeschränkte Erschliessung über Haslen für den öffentlichen Verkehr sowie für berechtigte Personen.
Geologische Gutachten schliessen eine Wiederherstellung des alten Trasses aus, da weiterhin eine akute Gefährdung für Mensch und Infrastruktur besteht. Als beste Lösung aus einem Variantenstudium wurde eine Neubaustrecke via Chatzenrittwald identifiziert – ein rund 950 Meter langer, vier Meter breiter neuer Strassenabschnitt mit drei Wendeplatten und vier Ausweichstellen.
Die Gemeindeversammlung Glarus Süd stimmte am 20. November 2025 einem Verpflichtungskredit von 9 Millionen Franken zu. Das Baugesuch wurde am 9. Dezember 2025 bewilligt und ist rechtskräftig. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 9,2 Millionen Franken mit einer Kostenunsicherheit von 15 Prozent. Für die Verlegung von gefährdeten Bauten und Anlagen an sichere Orte wird der Beitragssatz bei 80 Prozent der Kosten festgelegt.
Daraus ergibt sich ein mutmasslicher Bundesbeitrag von rund 5,89 Millionen Franken (64 Prozent der Kosten). Der Kantonsbeitrag bis zum gesetzlich vorgeschriebenen maximalen Subventionsumfang von 80 Prozent beträgt rund 1,47 Millionen Franken (16 Prozent der Kosten). Die Gemeinde Glarus Süd trägt 20 Prozent der Kosten und damit rund1,84 Millionen Franken. Die Bauarbeiten sollen anfangs Mai 2026 beginnen. Die Hauptarbeiten sind für 2026 und 2027 vorgesehen. Die Fertigstellung des neuen Strassenabschnitts ist für 2028 geplant.
Quelle: Kanton Glarus
Bildquelle: zvg