Emmenbrücke LU: Mehr Platz für Bus und Velo – Strasse wird verkehrsgerecht umgebaut
Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Kredit von 15,68 Millionen Franken für die umfassende Sanierung und Aufwertung der Rothenburgstrasse in Emmenbrücke.
Das Projekt ist auf die geplante Wiedereröffnung des Autobahnanschlusses Emmen-Nord abgestimmt. Neben der baulichen Erneuerung sind insbesondere Verbesserungen für den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr geplant.
Über die Rothenburgstrasse in Emmen fahren heute täglich über 17’500 Fahrzeuge. Es fehlen Velostreifen und der Strassenraum ist stark auf den Autoverkehr ausgerichtet. Für Fussgänger und Velofahrerinnen ist wenig Platz und die Verkehrssicherheit ungenügend. Da Busspuren fehlen, bleibt auch der öffentliche Verkehr in den Stosszeiten oft stecken. Zudem sind die Bushaltestellen nicht behindertengerecht gestaltet.
Abstimmung mit der Wiedereröffnung des Autobahnanschlusses
Direkt an die Rothenburgstrasse angrenzend plant das Bundesamt für Strassen ASTRA die Wiedereröffnung des Autobahnanschlusses Emmen-Nord aus Richtung Basel. Damit kann der Verkehr stärker auf die Autobahn verlagert werden und die regionalen Strassen erfahren eine Entlastung. Die Plangenehmigungsverfügung für das Bundesprojekt liegt vor, aktuell wird das Detailprojekt erarbeitet. Die Bauausführung der Wiedereröffnung des Anschlusses Emmen-Nord ist für die Jahre 2028/29 geplant.
Abgestimmt auf das Autobahn-Projekt plant der Kanton Luzern die Rothenburgstrasse zwischen dem Autobahnanschluss und dem Kreisel Kapf umfassend zu sanieren. Das kantonale Projekt für die Rothenburgstrasse (Abschnitt Kreisel Kapf bis Waldeggstrasse) sieht vor, den Strassenraum zu verbreitern, um Platz zu schaffen für den Veloverkehr und für eine neue Busspur in Richtung Sprengi.
Umfassende Sanierung der Rothenburgstrasse
Die Gestaltung des Strassenraums, die sich auf das städtebauliche Gesamtkonzept der Gemeinde Emmen stützt, sorgt mit mehr Bäumen und Grünräumen für eine bessere Aufenthaltsqualität entlang der Strasse. Mit einer zusätzlichen Busspur Richtung Sprengi, der Modernisierung der Bushaltestellen sowie zusätzlichen Velostreifen werden durch das Projekt die Bedingungen für den öffentlichen Verkehr und den Fuss- und Veloverkehr substanziell verbessert.
Weiter werden an der Kreuzung Waldeggstrasse sowie beim Kreisel Kapf die bestehenden Personenunterführungen durch Fussgängerübergänge ersetzt. Die Sanierung der Rothenburgstrasse wird durch ein Lärmschutzprojekt begleitet, die Strasse wird mit einem lärmarmen Belag ausgestattet.
Die Neugestaltung bezieht auch private Grundstücke entlang der Strasse ein, weil durch die Verbreiterung mehr Fläche beansprucht wird. Zudem müssen aufgrund der engen Platzverhältnisse oder aus Gründen der Verkehrssicherheit 13 private Parkplätze aufgehoben werden.
Umsetzung ab 2028
Für die Neugestaltung und Sanierung der Rothenburgstrasse beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat einen Kredit von 15,68 Millionen Franken. Das Projekt ist Teil des Agglomerationsprogramms Luzern der 4. Generation. Entsprechend beteiligt sich der Bund mit einem Beitrag von rund drei Millionen Franken an den Kosten. Mit einem Baubeginn ist ab 2028 zu rechnen. Die Umsetzung erfolgt in enger Koordination mit dem Autobahnprojekt und dauert voraussichtlich eineinhalb bis zwei Jahre.
Quelle: Kanton Luzern
Bildquelle: Kanton Luzern