Sitten VS: Fan-Krawalle nach Spiel – Verletzte und Brände am Rhoneufer

Am Sonntag, 13. April 2026, traf der FC Sion am letzten Spieltag der Gruppenphase auf den FC Lausanne-Sport.

Im Anschluss an die Begegnung kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans, bei denen mehrere Personen leicht verletzt wurden und vereinzelt Brände ausbrachen.

Bereits vor Spielbeginn kam es während des Fanmarschs vom SBB-Bahnhof zum Stade de Tourbillon zu mehreren Sachbeschädigungen. Dabei wurden Graffiti angebracht, zahlreiche Aufkleber geklebt sowie pyrotechnische Gegenstände gezündet.

Nach dem Spiel kam es im Stadioninnern zu Spannungen zwischen Fangruppierungen beider Teams. Es wurden Provokationen und Beleidigungen ausgetauscht, während brennende Fackeln und Feuerwerkskörper in Richtung Spielfeld geworfen wurden.

Anschliessend kam es im Bereich der Rhoneufer im Bereich «Vissigen» zu Auseinandersetzungen zwischen den gegnerischen Gruppen. Dabei wurden pyrotechnische Gegenstände und Knallkörper eingesetzt. Einige Personen wurden leicht verletzt und wiesen insbesondere Schnittwunden und Prellungen auf. Sie wurden vor Ort durch eine mobile Sanitätsorganisation versorgt und kehrten danach in den Fanmarsch zurück.

Der Einsatz von pyrotechnischem Material durch die Fans führte zudem zu mehreren Brandausbrüchen, sowohl an den Rhoneufern als auch auf dem Dach eines Gebäudes. Die alarmierte Feuerwehr Sitten brachte die Situationen unter Kontrolle.

Um die Ausschreitungen einzudämmen und die verschiedenen Fangruppierungen zu trennen, setzte die Polizei Reizgas ein. Die Kantonspolizei verzeichnet keine verletzten Einsatzkräfte.

Die Waadtländer Fans verliessen Sitten schliesslich um 19:49 Uhr mit einem Extrazug.

 

Quelle: Kantonspolizei Wallis
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei Wallis