Lausanne VD: Die Zahl der E-Bike-Unfälle steigt – Polizei startet Präventionsaktion
„Schöpfen Sie das Potenzial eines E-Bikes nicht voll aus“
Die Strasse ist keine Rennstrecke. Wer mit einem E-Bike zu schnell fährt, riskiert einen schweren Unfall. Deshalb: vorausschauend fahren!
Ab Montag, 23. März 2026, starten die Waadtländer Polizeikorps und die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) eine Verkehrssicherheitskampagne zum Thema E-Bike unter dem Motto „Schöpfen Sie das Potenzial eines E-Bikes nicht voll aus“. Die während eines Monats im ganzen Kanton durchgeführte Aktion soll die Nutzerinnen und Nutzer für Verkehrsregeln und ein rücksichtsvolles Verhalten sensibilisieren.
Das E-Bike erfreut sich in der Schweiz immer grösserer Beliebtheit, sowohl für den Arbeitsweg als auch in der Freizeit. Dank der elektrischen Unterstützung erscheinen Distanzen kürzer und Steigungen weniger anstrengend. Gleichzeitig ermöglicht sie jedoch höhere Geschwindigkeiten, was das Unfallrisiko und die Schwere der Verletzungen im Vergleich zum klassischen Velo erhöht.
Im Jahr 2025 wurden 266 Unfälle mit Velos ohne Motor registriert (+54 im Vergleich zu 2024). Bei langsamen E-Bikes waren es 139 Unfälle (+14), bei schnellen E-Bikes 14 (-5).
Die Gesamtzahl der Unfallopfer bei Velos (inklusive E-Bikes) ist 2025 gestiegen (+15,1 %, +51 Fälle). Der Anteil der Opfer bei E-Bike-Unfällen (langsame und schnelle) beträgt 36,4 %, was einem Rückgang von 2,5 % gegenüber 2024 entspricht.
Die höhere Geschwindigkeit verlängert den Bremsweg und verkürzt die Reaktionszeit, insbesondere an Kreuzungen, wo andere Verkehrsteilnehmende die Geschwindigkeit eines E-Bikes oft unterschätzen, da es schwer von einem normalen Velo zu unterscheiden ist.
Sicher unterwegs:
- Geschwindigkeit an Verkehr, Sicht und Strassenzustand anpassen.
- Gefahren frühzeitig erkennen, insbesondere an Kreuzungen.
- Richtig bremsen: Ein E-Bike mit ABS verbessert die Stabilität bei Notbremsungen und reduziert das Sturzrisiko.
- Helm tragen – auch bei E-Bikes bis 25 km/h dringend empfohlen.
- Sichtbar sein: Licht immer eingeschaltet, helle Kleidung und reflektierende Elemente tragen.
- Im Kreisel in der Mitte der Fahrbahn fahren, um besser gesehen zu werden und gefährliche Überholmanöver zu vermeiden.
Quelle: Kantonspolizei Waadt
Bildquelle: bfu